Das Erbe der Juden in Oberschlesien

Drei Veranstaltungen, vier Orte und eine Geschichte, die es verdient, bewahrt zu werden!

Vom 14. bis 18. Oktober begaben wir uns auf die Spuren des Erbes der deutschen Juden in Oberschlesien. Auf dem Programm standen Autorenbegegnungen, Gespräche über vergessene Orte und eine besondere Reise durch die jüdische Geschichte der Region.

Den Auftakt machten wir in Oppeln! Im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen trafen sich Dr. Irena Kurasz-Letka und Dr. Sławomir Pastuszka, die Mitautoren unserer viel gefragten Publikation „Jüdische Friedhöfe in Oberschlesien. Soziologisch-historische Reflexionen über das Kulturerbe der deutschen Juden“. Die Gäste erfuhren mehr über die Entstehungsgeschichte des Buches und konnten sich ein Exemplar der im Rahmen des Projekts erschienenen zweiten Auflage sichern.

🕍 Die nächste Station: Groß Strehlitz! In der Stadt- und Gemeindebibliothek des Kulturzentrums Strzelce Opolskie stand die Geschichte des örtlichen jüdischen Friedhofs im Mittelpunkt. Die Begräbnisstätte wurde in den Nachkriegsjahren vollständig zerstört. Heute wissen nur noch wenige Einwohner, wo sie sich einst befand. Vielleicht war die Begegnung der erste Schritt zu einer Initiative, die diesem vergessenen Ort ein würdiges Gedenken ermöglicht.

🗺️ Zum Abschluss ging es auf Spurensuche! Dr. Sławomir Pastuszka führte die Teilnehmenden zu sichtbaren und weniger sichtbaren Zeugnissen jüdischer Geschichte in Oppeln, Groß Strehlitz, Tost und Langendorf. Auf dem Programm standen unter anderem der Gedenkstein für die ehemalige Neue Synagoge in Oppeln, der jüdische Friedhof und die Synagoge in Groß Strehlitz, das Geburtshaus von Dr. Ludwig Guttmann in Tost sowie die Synagoge und der Friedhof in Langendorf.

Geschichte findet sich nicht nur in Büchern. Sie steckt auch in Orten, die aus dem Stadtbild verschwunden sind, deren Spuren aber noch heute entdeckt und bewahrt werden können.

📅 Und es geht weiter! Am 9. November laden wir herzlich zur nächsten Autorenbegegnung ein – diesmal in Reinschdorf. Wir freuen uns auf euch!

Das Projekt „Das Erbe der deutschen Juden in Oberschlesien“ wird aus Mitteln des Marschallamtes der Woiwodschaft Oppeln finanziert.

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