Die wissenschaftliche Debatte mit dem Titel „80 Jahre nach dem Krieg – Erinnerung, Bildung, Identität“ ist abgeschlossen.
Zu den Podiumsteilnehmern gehörten Vertreter nationaler und ethnischer Minderheiten sowie von Institutionen, die sich für die Bewahrung der Erinnerung einsetzen:
- Dr. hab. Olena Duć-Fajfer, Professorin an der Jagiellonen-Universität
- Bernard Gaida, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten
- Ryszard Mozgol, Institut für Nationales Gedenken in Kattowitz
- Dr. hab. Robert Żurek, Geschäftsführer der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung
Die Diskussion wurde von Dr. Marek Mazurkiewicz moderiert.








Im Mittelpunkt der Debatte stand die Auseinandersetzung mit diesem schmerzhaften Erbe im Kontext der Erinnerungskultur, der Bildung und der Gestaltung nationaler und regionaler Identitäten. Die Diskussionsteilnehmer tauschten ihre Erfahrungen, Überlegungen und Beobachtungen zu Fragen aus, wie man sprechen und erinnern soll, welchen Platz diese Ereignisse im Geschichtsunterricht einnehmen sollten und wie diese schwierige Geschichte an zukünftige Generationen weitergegeben werden kann.
Robert Żurek
„[Junge Menschen] müssen spüren, dass diese Geschichte etwas mit ihnen verbindet und ihnen etwas geben kann. (…) Wenn wir darüber nachdenken, wie wir diese Geschichte so konstruieren, dass junge Menschen das Gefühl haben, dass sie ihnen hilft, mit all ihren Schwierigkeiten fertig zu werden, dann, denke ich, haben wir eine Chance, junge Menschen überhaupt mit diesen schwierigen Themen zu erreichen.“
Helena Duć-Fajfer dr hab. Prof. UJ:
„Ich glaube, wir müssen uns nicht unbedingt in eine Welt integrieren, die homogen ist, die ähnlich sprechen will, sogar aus unterschiedlichen Perspektiven, und eine ähnliche Stimme verwenden will. Meiner Meinung nach liegt der kulturelle Wert in der Andersartigkeit, in der Verschiedenheit, nicht in der Uniformität. Wenn wir uns in Menschen verwandeln, die wie erwartet institutionell sprechen, während bestimmte Narrative der historischen Wahrnehmung geschaffen werden, wird diese Andersartigkeit verschwinden.“
Vielen Dank! Die Debatte ist auf unserem YouTube-Kanal zugängig.
Die Debatte wurde im Rahmen der Aufgabe „Geschichte und Erbe der deutschen Minderheit – Forschungstätigkeit“ organisiert, die mit einem Zuschuss des Innen- und Verwaltungsministers durchgeführt wurde.
