„Demokratie ist nicht das Recht der Mehrheit, sondern der Schutz von Minderheiten.“ – Albert Camus Mit diesem Motto eröffnete der Internationale Minderheitenkongress in Opole (23.–24. September 2025). Als Zentrum für Deutsche Minderheitenforschung beteiligten wir uns an der Veranstaltung und berichten im Folgenden über die wichtigsten Höhepunkte.
Tag I – Eröffnungszeremonie und wissenschaftlicher Teil
- Die Vormittagspodiumsdiskussionen fanden in der Woiwodschaftsversammlung Oppeln statt und betonten die Bedeutung des Multikulturalismus im öffentlichen Leben.
- Um 14:00 Uhr begann die akademische Sitzung im Collegium Civitas der Universität Oppeln. Das Eröffnungspodium konzentrierte sich auf die Rolle von Minderheiten als Subjekte und Objekte staatlichen Handelns. Es folgten thematische Abschnitte zu Themen wie Bildung, Sprachpolitik, Image und Stereotypen sowie Minderheitenvertretung.
Tag II – Öffentliche Verwaltung und 10 thematische Abschnitte
- Das Forum der Bevollmächtigten für Minderheiten und Vertreter der lokalen Gebietskörperschaften tagte am Vormittag.
- Das Eröffnungspodium der akademischen Sitzung widmete sich dem Thema „Nationale und ethnische Minderheiten in Europa – Geschichte, Kultur, Erbe“. Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten:
- Dr. hab. Helena Duć-Fajfer (Jagiellonen-Universität)
- Davyth Hicks (Europäisches Netzwerk für Sprachengleichheit)
- Bernard Gaida (Arbeitsgemeinschaft Deutsche Minderheiten, FUEN)
- Ab 12:45 Uhr fanden im Collegium Civitas zehn parallele Podiumsdiskussionen statt. Zu den diskutierten Themen gehörten:
- Geschichte und Gegenwart von Minderheiten,
- Sprache und Bildung (einschließlich der Herausforderungen der Zweisprachigkeit),
- soziale und politische Teilhabe,
- Medien, Image und die Bekämpfung von Stereotypen,
- kulturelles Erbe und Integration unter Berücksichtigung der Identität.
Warum ist es wichtig?
Der Kongress vereint die Perspektiven von Wissenschaft, Verwaltung und Minderheitengemeinschaften und beleuchtet praktische Lösungen in den Bereichen öffentliche Ordnung, Bildung, Sprachen- und Kulturerbeschutz sowie Zusammenarbeit auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Er bietet zudem Raum für die Stärkung des Dialogs und institutioneller Partnerschaften – ganz im Sinne der Überzeugung, dass die Stärke der Demokratie im Schutz der Minderheitenrechte liegt.
Wir danken allen Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden für ihre fundierten Vorträge und die lebhafte Diskussion.






